Bioverfügbarkeit

Bioverfügbarkeit

Bioverfügbarkeit – Messlatte für Effizienz von Wirkstoffen
Der Begriff Bioverfügbarkeit beschreibt den Anteil einer verabreichten Dosis, der unverändert in die Blutbahn gelangt und vom Körperkreislauf genutzt werden kann. Die Bioverfügbarkeit stellt somit eine Messgröße dafür dar, wie schnell und in welchem Umfang ein Wirkstoff an seinen Zielort im Körper gelangt. An ihr lässt sich also die Effizienz eines Stoffes, ob nun Arznei- oder Nahrungsergänzungsmittel, erkennen. Bei einigen Nährstoffen kann zudem ihre Kombination eine sehr große Rolle spielen, da ihre Wechselwirkung die Bioverfügbarkeit hemmen oder steigern kann. Nutzen zwei Nährstoffe denselben Transportmechanismus auf dem Weg durch die Darmwand, behindern sie sich gegenseitig und nur einer von ihnen kann vollständig aufgenommen werden. Dies geschieht beispielsweise bei der Kombination aus Eisen und Kupfer. Wird Eisen oder Kupfer hingegen mit Vitamin C aufgenommen, erhöht sich die Bioverfügbarkeit des Eisens. Die Kombination von Ballaststoffen, Vitaminen und Mineralstoffen erwies sich auch als sehr effektiv, wenn es um die Bioverfügbarkeit der Mikronährstoffe geht. Fettlösliche Vitamine (A, D, E und K) erlangen, wie der Name schon sagt, eine höhere Bioverfügbarkeit, wenn man sie mit Ölen oder Fetten zu sich nimmt. Scharfe Gewürze wie Pfeffer (Piperine) oder Chili tragen auch dazu bei die Bioverfügbarkeit von polyphenolhaltigen Lebensmitteln um 2000 % zu steigern.
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